Verkehrsachse Traiskirchen

Bürgermeister Johann Foissner
© Museum Traiskirchen

Der Raum Traiskirchen ist seit der Römerzeit - also über 2000 Jahre - durch wichtige Verkehrswege erschlossen und liegt genau in der Mitte zwischen Wien und Wiener Neustadt.  Alle großen Nord-Süd-Verbindungen im Osten Österreichs verlaufen durch das Stadtgebiet von Traiskirchen.

Bedeutend seit der Römerzeit

Die Römer waren die Ersten, die eine offizielle Straße durch das heutige Stadtgebiet legten. Sie folgte weitgehend dem Verlauf der B17 und war Teil der berühmten Bernsteinstraße, einer wichtigen Handelsroute, die die Ostsee mit Italien verband. Mit leichten Fuhrwerken dauerte es von Wien eine halbe Tagesreise nach Traiskirchen. Daher war Traiskirchen schon in der Zeit der Pferdefuhrwerke ein beliebter Rastplatz und Pferdewechselstation. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass Traiskirchen seit dem Mittelalter eine zentrale Funktion innehat und sich zahlreiche Einkehrgasthöfe, Schmieden und Wagner im Ort ansiedelten.

Der Wiener Neustädter Kanal

Für Warentransporte gebaut wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Wiener Neustädter Kanal. Auf den 22m langen, von Pferden gezogenen Kanal-Schiffen wurde Brennholz, Ziegeln, Kohle, Harz, Obst und Wein transportiert.

Eine Erfindung verändert alles: Die Dampflokomotive

Der Wiener Neustädter Kanal als Transportweg wurde allerdings nach kurzer Zeit von einer ganz wesentlichen Erfindung überholt - der Dampflokomotive. Die Aspangbahn, ursprünglich auch Wien-Saloniki-Bahn bezeichnet, konnte mehr Waren zu einem günstigeren Preis transportieren. Dies nutzten auch die ersten Industriebetriebe und siedelten sich entlang der Trasse an.

Die Vorläufer der Badner Bahn

1886 fuhren die Vorläufer der Badner Bahn. Millionen von Ziegeln aus dem südlichen Wiener Becken, auch aus Traiskirchen, fanden so ihren Weg zu den prächtigen Gründerzeitbauten in Wien. Später erkannte man das steigende Interesse und die Notwendigkeit des Personenverkehrs.

1962: Die Eröffnung der Südautobahn

1962 wurde die Südautobahn eröffnet, die einer der wichtigsten Verkehrsträger der Region ist und heute eine perfekte Verkehrsanbindung gewährleistet. Die Südautobahn macht Traiskirchen schnell und bequem für den Individualverkehr erreichbar und ist auch für die vielen in der Stadt angesiedelten Unternehmen ein entscheidender Standortvorteil.

Mehr grüne Mobilität für Traiskirchen

Mit Hilfe einer fundierten Mobilitäts- und Verkehrsstudie werden in Traiskirchen die Themen Verkehrsaufkommen, Parkraumbewirtschaftung und Radnetz analysiert. Die Studie dient als Grundlage für mögliche Maßnahmen und Alternativen, die den Weg für mehr „grüne Mobilität“ frei machen sollen. Dabei wird auch das vorhandene Radwege und Radroutennetz evaluiert und weiter ausgebaut – etwas, das uns allen zugutekommt. Für ein sicheres und angenehmes Unterwegs-Sein in der Stadt.

Knotenpunkt:

  • Die ersten befestigten Straßen wurden von den Römern erbaut.
  • Lange Zeit waren Pferdefuhrwerke das wichtigste Transportmittel. Traiskirchen war eine wichtige Raststation zwischen Wien und Triest.
  • Der Wiener Neustädter Kanal mit seinen 45 Schleusen und 14 Aquädukten war ein wichtiger Transportweg.
  • Die Südautobahn in einer Aufnahme aus 1985.
  • Durch Weingärten, grüne Auen und lichten Wald führen Wanderwege.