Stadtgemeinde Traiskirchen

Auf einen Plausch mit Petra Angelmayer

Auf einen Plausch mit Petra Angelmayer
Petra Angelaymer wurde 1973 in Wien geboren und lebt heute in Wienersdorf. Nach ihrer Ausbildung in Design und Modedesign sowie Stationen im Schmuckdesign und als Tagesmutter ist sie seit 2009 im Stadtamt Traiskirchen tätig und seit Juli 2025 Leiterin des Stadtamts. Zudem betreibt sie seit rund 20 Jahren ein eigenes Kunsthandwerksgewerbe © Foto: zVg

Gemeindepost (GP): Frau Angelmayer, Sie leiten seit rund einem Jahr das Stadtamt. Wie hat Ihr Weg zur Stadtgemeinde begonnen?

Petra Angelmayer (PA): Ich bin seit März 2009 bei der Stadt tätig und war von Anfang an im Stadtamt und für die Personalverwaltung zuständig. Damals bin ich von Wien nach Wienersdorf gezogen. Nach meiner Karenz habe ich zunächst als Tagesmutter gearbeitet. Als dann eine Stelle bei der Stadtgemeinde ausgeschrieben wurde, habe ich die Chance genutzt. Mir war wichtig, in der Region arbeiten zu können und Familie und Beruf gut miteinander zu verbinden. Dass ich viele Jahre später die Leitung des Stadtamts übernehmen würde, hätte ich damals noch nicht gedacht.

 

GP: Was begeistert Sie an Ihrer Aufgabe als Leiterin des Stadtamts – und was macht die Arbeit Ihrer Abteilung aus?
PA: Mich begeistert vor allem die Vielseitigkeit. Im Stadtamt gleicht kein Tag dem anderen. Unsere Abteilung übernimmt eine Vielzahl an organisatorischen Aufgaben – von Personalangelegenheiten über die Vorbereitung von Wahlen und Stadtrats- bzw. Gemeinderatssitzungen bis hin zu Grundstücksangelegenheiten. Gleichzeitig sind wir mit nahezu allen Abteilungen der Stadtgemeinde vernetzt und koordinieren viele Abläufe im Hintergrund. Gerade diese Mischung aus Organisation, Verantwortung und abwechslungsreichen Aufgaben macht meine Arbeit so spannend.

GP: Besonders Wahlen und Sitzungen erfordern viel Vorbereitung. Wie aufwendig ist diese Arbeit?
PA: Hinter jeder Wahl und jeder Stadtrats- bzw. Gemeinderatssitzung steckt ein großer organisatorischer Aufwand. Alle Unterlagen müssen vollständig und fristgerecht eingeholt und vorbereitet werden, Beschlüsse müssen korrekt dokumentiert und zahlreiche gesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Während einer Wahl kommt dieser zusätzliche Arbeitsaufwand zum normalen Tagesgeschäft noch dazu. Das verlangt eine gute Planung und viel Genauigkeit.

GP: Sie koordinieren außerdem die Personalangelegenheiten der Stadtgemeinde. Welche Herausforderungen bringt dieser Bereich mit sich?
PA: Personal ist derzeit sicherlich eines der wichtigsten Themen. Es gibt Pensionierungen, neue Kolleg:innen kommen dazu und Stellen müssen nachbesetzt werden. Gleichzeitig betreuen wir ganz unterschiedliche Berufsgruppen – von den Kindergärten über den Bauhof bis hin zur Verwaltung. Diese Vielfalt macht den Bereich besonders spannend.

GP: Worauf legen Sie als Führungskraft besonderen Wert?
PA: Wertschätzung und Kommunikation sind mir besonders wichtig. Unser Team arbeitet an unterschiedlichen Standorten, deshalb ist ein regelmäßiger Austausch entscheidend. Ich finde es wichtig, miteinander zu reden, Informationen weiterzugeben und gemeinsam Lösungen zu finden. Nur so kann gute Zusammenarbeit gelingen.

GP: Gibt es für Sie überhaupt einen typischen Arbeitstag?
PA: Eigentlich nicht. Ich vergleiche meinen Arbeitsalltag gerne mit einer Pralinenschachtel – man weiß nie genau, was einen erwartet. Natürlich gibt es saisonale Schwerpunkte, etwa die Kontrolle von Dienstplänen für Kindergärten oder die Organisation von Praktikant:innen oder Saisonpersonal. Gleichzeitig kommen aber jeden Tag neue Themen dazu. Genau diese Abwechslung macht meinen Beruf aus.

GP: Was viele vielleicht nicht wissen: Ursprünglich kommen Sie aus einer ganz anderen Branche.
PA: Das stimmt. Ich habe Design und Modedesign gelernt und bin eigentlich Quereinsteigerin. Beruflich hat es mich schließlich in die Verwaltung verschlagen, meine kreative Seite habe ich mir aber bis heute bewahrt. Neben meiner Tätigkeit im Stadtamt betreibe ich ein kleines Kunsthandwerk. Ich male, arbeite mit Mosaik, Filz oder Holz und probiere immer wieder neue Techniken aus. Dieser kreative Ausgleich ist für mich sehr wichtig.

GP: Was motiviert Sie jeden Tag aufs Neue?
PA: Die Vielseitigkeit meiner Arbeit und das Gefühl, gemeinsam mit meinem Team etwas für die Stadt und ihre Bürger:innen zu bewegen. Kein Tag ist wie der andere – und genau das macht meine Arbeit so erfüllend.

GP: Vielen Dank für das Gespräch und den Blick hinter die Kulissen des Stadtamts.