Mit den Gartenabfällen landen mehr Nährstoffe in der Au und das sensible Gleichgewicht gerät durcheinander. Als Folge vermehren sich stickstoffliebende Pflanzen, wie die Brennnessel oder Brombeersträucher, und verdrängen die standorttypischen speziell angepassten Arten oder viele Wiesenblumen. Wo sich Gras- und Strauchschnitt türmen, ersticken sie die anderen Pflanzen und die verrottenden Gartenabfälle belasten Boden und Grundwasser.
Durch die Entsorgung von Grünschnitt und Gartenabfällen gelangen auch oftmals Pflanzenteile und Samen von Pflanzen in die Natur, die bei uns nicht heimisch sind. Häufig haben diese keine natürlichen Feinde und können sich in manchen Fällen auch explosionsartig ausbreiten. Besonders kritisch ist dies zum Beispiel beim Drüsigen Springkraut, welches als Zierpflanze nach Österreich gekommen ist und den „Sprung über den Gartenzaun“ geschafft hat. Mittlerweile zählt es zu den invasiven Pflanzenarten und bildet große Bestände in unseren Wäldern und entlang von Gewässern. Sogenannte invasive Neophyten, wie beispielsweise auch der Riesen-Bärenklau, oder der Götterbaum, verdrängen heimische Arten und können sich, z.B als unerwünschtes Beikraut, durch ihre Ausbreitung auch negativ auf die Wirtschaft und durch Allergien auf die menschliche Gesundheit auswirken.