Ihr kocht nach den Prinzipien bio, regional, saisonal und gesund. Wie gut lässt sich das umsetzen?
Es klappt meistens sehr gut, aber manchmal machen wir kleine Kompromisse. Zum Beispiel gibt es bei uns auch außerhalb der Gurkensaison Gurkensalat, weil er bei denKindern so beliebt ist. Da überwiegt für uns die Freude, dass die Kinder den Salat ganz aufessen.
Welche Speisen kommen bei den Kindern immer gut an?
Mohnnudeln oder Pasta gehen immer, das ist immer ein Hit. Wir haben dieses Jahr zur Wildsaison sogar Hirsch ausprobiert. Und auch das hat den Kindern geschmeckt.
Gibt es Gerichte, die ihr gerne anbieten würdet, aber nicht könnt?
Paniertes geht leider gar nicht. Wir haben es versucht, aber die Panier weicht in den Warmhaltebehältern auf, und das Ergebnis ist weder geschmacklich noch optisch zufriedenstellend. Da bliebe nur der Griff zu Fertigprodukten – und das widerspricht komplett unseren Prinzipien.
Wie schafft ihr es, so viele verschiedene Komponenten frisch zuzubereiten?
Das ist wirklich eine große Herausforderung, denn bei den Mengen, die wir täglich verarbeiten, muss von der Gemüsevorbereitung über das Garen bis hin zum Portionieren jeder Handgriff sitzen. Wir reden hier von riesigen Mengen: Für einen einfachen Gemüsereis brauchen wir zum Beispiel 56 kg Reis, 15 kg Karotten, 10 kg gelbe Rüben, 8 kg Zwiebeln und 10 kg Erbsen. Und das ist nur eine Beilage! Damit das alles klappt, haben wir sehr strukturierte Abläufe. Jeder im Team weiß genau, was zu tun ist, und wir beginnen schon früh am Morgen mit den Vorbereitungen.