Stadtgemeinde Traiskirchen

Wir sind da, wenn Hilfe gebraucht wird

Ein Plausch mit Horst Duelli und Emel Parlak vom Sozialamt

Ein Plausch mit Horst Duelli  und Emel Parlak vom Sozialamt
Horst Duelli (rechts), Leiter des Sozialamts, und seine Kollegin Emel Parlak sind das eingespielte Team hinter dem Heizkostenzuschuss, den Ehrungen und vielen weiteren wichtigen sozialen Angeboten der Stadt © Stadtgemeinde Traiskirchen

Gemeindepost (GP): Horst, Emel – viele wissen gar nicht, wie umfangreich die Aufgaben des Sozialamts sind. Womit verbringen Sie den größten Teil Ihrer Arbeitszeit?

Horst Duelli (HD): Ein zentraler Bereich ist sicher Essen auf Rädern. Wir erstellen die Speisepläne, koordinieren die Bestellungen und planen die täglichen Touren. Auch die Einteilung der Wochenenddienste gehört dazu – da helfen sowohl Stadtmitarbeiter als auch Mandatare und Ehrenamtliche mit. Das ist eine große logistische Aufgabe, aber es läuft dank der guten Zusammenarbeit wirklich rund.

Emel Parlak (EP): Zusätzlich betreuen wir den Krankenbett- und Rollstuhlverleih. Das ist für viele Menschen, die kurzfristig Unterstützung brauchen, eine wichtige Hilfe. Und dann gibt es noch „Traiskirchen hilft“ – die Aktion, die in der Corona-Zeit entstanden ist. Das Einkaufsservice wird nach wie vor täglich genutzt: Wir kaufen für ältere oder kranke Menschen ein und liefern direkt nach Hause.

GP: Das klingt nach einer sehr breiten Palette an Aufgaben. Welche weiteren Bereiche fallen noch in Ihre Zuständigkeit
HD: Bei uns werden auch die Einkommensnachweise für den Traiskirchner Sozialmarkt „der gute laden“ geprüft. Außerdem laufen über das Sozialamt die Anmeldungen zur Community Nurse und zum Begegnungstreff für Demenzerkrankte. Diese Angebote werden sehr gut angenommen.
EP: Und ein großes Thema ist immer das Ehrungswesen. Alle Personen ab 75 Jahren bekommen zu runden und halbrunden Geburtstagen sowie zu Hochzeitsjubiläen – ab der Goldenen Hochzeit – einen Geschenkskorb und eine Jubiläumsplakette. Dafür müssen wir einkaufen, die Körbe bestücken, Plaketten vorbereiten und die Termine mit dem Ehrungsteam sowie den Jubilarinnen und Jubilaren koordinieren. Das ist viel Arbeit, aber es macht auch Freude.

GP: Apropos Freude – was schätzen Sie besonders an Ihrer Arbeit?
HD: Es sind die vielen lieben Rückmeldungen, vor allem bei den Ehrungen oder beim Einkaufsservice. Wenn wir merken, dass unsere Arbeit wirklich hilft und die Menschen zufrieden sind, ist das sehr schön. Man merkt dann, dass man etwas Sinnvolles tut.

GP: Und was ist manchmal schwierig?
HD: Belastend ist es, wenn man mit schwierigen Lebenssituationen konfrontiert wird und weiß, dass man nur begrenzt helfen kann. Wir versuchen immer, Lösungen zu finden – aber manchmal sind uns einfach Grenzen gesetzt.
EP: Ein Thema, das immer wieder zu Diskussionen führt, ist der Einkommensnachweis. Viele fragen, warum wir das prüfen müssen – aber wir sind dazu gesetzlich verpflichtet. Nur so können wir sicherstellen, dass die Unterstützung gerecht verteilt wird.

GP: Im Herbst startet wieder die Heizkosten-zuschuss-Saison – was bedeutet das für Sie?
EP: Das ist jedes Jahr eine sehr intensive Zeit. Im Sozialamt kann man sowohl den Zuschuss der Stadt als auch jenen des Landes beantragen. Wir wickeln die Anträge ab, prüfen die Unterlagen und kümmern uns um die Weiterleitung ans Land. Gerade jetzt ist das ein wichtiges Thema, weil die Energiekosten viele Haushalte belasten. Alle Infos zum Heizkostenzuschuss finden Sie auf der gegenüberliegenden Seite.

GP: Vielen Dank für das Gespräch – und für euren Einsatz für die Menschen in unserer Stadt!