Stadtgemeinde Traiskirchen

Aktuelle Lage zum Hochwasser und seinen Folgen

Aktuelle Lage zum Hochwasser und seinen Folgen
Der mobile Hochwasserschutz in Tribuswinkel wurde aufgebaut © Andreas Babler

Das Unwetter mit Starkregen und Sturm hat auch in Traiskirchen zu zahlreichen Einsätzen geführt. Hier finden Sie die aktuellsten Informationen sowie ein Statement von Bürgermeister Andreas Babler, der den Einsatzkräften seinen Dank ausspricht. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Feuerwehren des Abschnitts Traiskirchen sowie der Mitarbeitenden des ASBÖ, des Bauhofs und der Stadtgärtnerei konnte eine noch schlimmere Hochwasserkatastrophe verhindert werden. Gemeinsam haben sie die Verwüstungen durch Sturm und Wasser in den betroffenen Stadtteilen schnell beseitigt und so größeren Schaden abgewendet.

    Update 3. Oktober 2024, 9 Uhr

    Die Rodaxbrücke und der Feldweg sind wieder befahrbar. Folgende Maßnahmen waren erforderlich:
    - Überprüfung der Brücke, nachdem ein Baum darauf gestürzt war.
    - Kontrolle und Sicherung des Waldbereichs entlang des Weges, bis zu 30 Meter tief in das Waldgebiet hinein.
    - Absicherung des erodierten Bereichs neben dem Feldweg.

    Update 27.9.2024, 15 Uhr

    • Brücke in der Stadtrandsiedlung ist wieder für Fußgänger und Radfahrer geöffnet. Für den Autoverkehr bleibt sie weiterhin gesperrt. An der Brücke wurden Sensoren angebracht, um die Stabilität der Brücke zu überwachen. 
    • Rodaxbrücke bleibt weiterhin gesperrt.
    • Bitte beachten Sie auch weiterhin, dass die Schwechatau als Forstliches Sperrgebiet nicht betreten werden darf. 

    Update 23. September, 14 Uhr

    Die Bezirkshauptmannschaft Baden als Katastrophenschutzbehörde stellt fest, dass die Voraussetzungen für das Vorliegen einer Katastrophe nicht mehr vorliegen und hebt daher die Verordnung vom 15.09.2024 um 09:00 Uhr, "Feststellung einer Katastrophe" für den gesamten Bezirk Baden am 23.09.2024, um 13:45 Uhr, auf. 

    Update 22.9.2024, 9 Uhr

    Die Stadt öffnet für alle vom Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger den Bauhof zur Sperrmüllabgabe. Um den erhöhten Bedarf zu decken, gelten nächste Woche, vom 23.-28. September 2024, erweiterte Öffnungszeiten.

    Update 20.9.2024, 8 Uhr

    • BH hebt den Hochwasseralarm für die Flüsse Schwechat, Triesting, Piesting und Leitha auf, da die Pegelmesswerte weit unter den jeweiligen Warnschwellen liegen. Es wird darauf hingewiesen, dass die VO über die Feststellung einer Katastrophe für den Verwaltungsbezirk Baden vom 15.9.2024 davon unberührt bleibt und weiterhin in Kraft steht.
    • Alle Spielplätze sind wieder frei bis auf Stadtrandsiedlung, Regenbogenspielplatz, Schwechatstraße - diese wurden überschwemmt und die Geräte müssen noch auf Sicherheit geprüft werden. 

    Update 18. September 2024, 8 Uhr

    • Die Brücke Münchendorferstraße ist wieder geöffnet. 
    • Der Stadtpark wurde von Baumgutachtern freigegeben und ist ebenfalls wieder geöffnet, ebenso die Krabbelstube im Stadtpark.  
    • Die Schwechatau bleibt gesperrt, da der Boden stark durchnässt ist und die Gefahr besteht, dass Bäume umstürzen. Die BH Baden hat die Au zu einem "befristeten forstlichen Sperrgebiet" erklärt. Generell ist in bewaldeten Gebieten Vorsicht geboten, es besteht eine sehr hohe Ast- und Baumbruchgefahr.  
    • Der Bauhof und die Stadtgärtnerei sind gemeinsam mit unseren Baumsachverständigen im Stadtgebiet unterwegs, um Bäume zu sichern und Baum- sowie Grünschnitt zu entfernen. Einige Spielplätze bleiben aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt. Die Priorität liegt nun auf der Freigabe der Spielplätze.  
    • Die Schäden im Seniorenwohnhaus in der Walther von der Vogelweide-Straße im Bereich des Sportzentrums, des Eislaufplatzes und der Tennis- sowie Baseballplätze sind enorm. Das nachdrückende Grundwasser erschwert die Auspumparbeiten.  
    • Ein großer Dank geht an alle Einsatzorganisationen und die vielen Freiwilligen, die bereits am körperlichen Limit arbeiten, sowie an die hauptberuflichen Einsatzkräfte und das gute Zusammenwirken des städtischen Einsatzstabs mit allen Kommandostrukturen.
    • Die Müllverbrennungsanlage der EVN in Dürnrohr ist durch das Hochwasser beschädigt. Der Abfallverbund Baden GVA bittet daher darum, in den nächsten Wochen nur unbedingt notwendigen Sperrmüll zu entsorgen. Außerdem ersucht der GVA Baden bestmöglich zwischen Sperrmüll und darin oftmals enthaltenem Altholz sowie anderen Wertstoffen sowie Verpackungsmaterialien zu unterscheiden. Das Altholz, die Wertstoffe sowie Verpackungsmaterialien nehmen einen anderen Verwertungsweg.

     

    Update 17.9.2024, 13 Uhr

    • Brücken: Brücke in der Stadtrandsiedlung & Rodaxbrücke sind gesperrt
    • Stadtpark und Schwechatau gesperrt: Aufgrund des Unwetters in den letzten Tagen ist der Boden stark durchnässt und es besteht die Gefahr, dass die Bäume umstürzen.
    • Auch der Regenbogenspielplatz, die Spielplätze in der Melkergasse, die Reifenburg und Schwechatspielplatz in Wienersdorf, der Mühlbach Spielplatz in Tribuswinkel, der Spielplatz in der Stadtrandsiedlung sind noch gesperrt. Die Baumstandfestigkeit ist noch nicht gesichert und der Boden ist noch schlammig. 

    Update 16. September 2024, 17 Uhr

    • Hochwasserschutz Hartfeldau wird von FF Tribuswinkel und Unterstützung von Polizeiinspektion Traiskirchen aktiviert. 
    • Die Aufräumarbeiten haben begonnen. Umgefallene Bäume wurden aus dem Weg geräumt. Die Einsatzleitung der Feuerwehr ist im gesamten Stadtgebiet unterwegs und meldet Schäden ein, die nach Priorität vom Bauhof, der Stadtgärtnerei und den Einsatzorganisationen abgearbeitet werden. 
    • Brücken: Münchendorfer Brücke ist noch durch die Landesverwaltung gesperrt. Brücke Stadtrandsiedlung ist gesperrt. Alle anderen Brücken sind wieder geöffnet.
    • Automatische Entschuldigungen für Kindergartenkinder und pädagogisches Personal bei Fernbleiben gilt auch morgen Dienstag. 
    • Der Stadtpark und der Schlosspark beim Schloss Tribuswinkel sind gesperrt, bis die Parks von einem Sachverständigen freigegeben werden. 
    • Auch viele der Spielplätze sind gesperrt: der Spielplatz in der Melkergasse, die beiden Spielplätze Reifenburg und Schwechatspielplatz in Wienersdorf, der Mühlbach Spielplatz in Tribuswinkel, der Spielplatz in der Stadtrandsiedlung.
    • In der Stadtrandsiedlung ist die Wasserversorgung wieder hergestellt. 
    • Die Trinkwasserversorgung ist nach wie vor gesichert und ist vom Hochwasser nicht beeinträchtigt. 
    • Die Krabbelstube im Stadtpark bleibt weiterhin geschlossen – wir sichern die Wege. 
    • Alle anderen Kindergärten und Schulen in der Stadt sind seit Montag geöffnet.
    • Die Badner Bahn ist in Betrieb.

    Update 15. September 2024, 20 Uhr

    • Wasserleitungsversorgung in der Stadtrandsiedlung ist unterbrochen. Ab 22.30 Uhr gibt es eine Wasserflaschenausgabe im Siedlersaal.

    • Die Krabbelstube im Stadtpark bleibt am Montag geschlossen – wir sichern die Wege. Ein Ausweichquartier für Kinder wird organisiert! Alle Infos dazu kommen von der Krabbelstubenleitung.
    • Alle anderen Kindergärten und Schulen in der Stadt sind am Montag geöffnet.
    • Viele Private sind stark vom finanziellen Schaden betroffen, und auch im öffentlichen Bereich sind bereits Großschäden in Millionenhöhe sichtbar.

     

    Update 15. September 2024, 14 Uhr

    • Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum informieren in einer Presseaussendung, dass Schüler und Kinder, denen eine sichere Anreise zur Schule oder zum Kindergarten nicht möglich ist, als entschuldigt gelten. Auch das Lehr- und Verwaltungspersonal bleibt zu Hause, wenn die Anreise unsicher ist. Wo es die Lage erlaubt, bleibt der Betrieb aufrecht. Erziehungsberechtigte werden von den Schulleitungen über etwaige Schließungen informiert.
    • Arbeitnehmer müssen laut Arbeiterkammer keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen fürchten, wenn sie wegen des Unwetters zu spät oder gar nicht zur Arbeit erscheinen. 

    Update 15. September 2024, 10 Uhr

    • Wegen der starken Niederschläge wurde ganz Niederösterreich Sonntag Früh zum Katastrophengebiet erklärt. Man habe es mit einer „nie da gewesenen Extremsituation zu tun“, hieß es am Sonntagvormittag bei einer Pressekonferenz des Krisenstabes.
    • In Tribuswinkel gilt Hochwasseralarm. Der mobile Hochwasserschutz wurde am Freitagabend von der FF Tribuswinkel bei der Schwechat aufgebaut. Die Siedlung der Hartfeldau ist direkt betroffen, die Zufahrtsstraße wurde geschlossen.
    • Es kommt zu Stromausfällen im Stadtzentrum und in der Stadtrandsiedlung.
    • Die Feuerwehren wurden zu vielen Sturmschäden gerufen. Hierbei wurden Bäume vor dem Umfallen gesichert oder bereits umgefallene Bäume aus dem Weg geräumt.

    Statement von Bgm. Andreas Babler zur Hochwassersituation

    Die vergangenen Tage haben uns schmerzlich gezeigt, wie schnell sich alles verändern kann. Die schweren Unwetter und das Hochwasser haben nicht nur immense Sachschäden verursacht, sondern viele Menschen in eine unerwartete Notlage gebracht. Mein tiefstes Mitgefühl gilt allen, die davon betroffen sind.

    Frühwarnsystem der Stadt

    Bereits am Donnerstag haben wir über alle verfügbaren Kanäle vor den herannahenden Unwettern gewarnt und erste Maßnahmen ergriffen, um bestmöglich auf den Ernstfall
    vorbereitet zu sein. Dank des vorausschauenden Hochwasserschutzes der letzten Jahrzehnte, der rasch umgesetzten Maßnahmen und dem unermüdlichen Einsatz unserer
    Freiwilligen Feuerwehren ist Traiskirchen im Vergleich zu anderen Gemeinden glimpflich davongekommen.

    Heldenhafter Einsatz unserer Feuerwehren

    Unsere fünf Feuerwehren standen seit Beginn der Unwetterlage ununterbrochen im Einsatz und mussten das gesamte Wochenende zahlreiche Einsätze bewältigen. Sie haben Herausragendes geleistet, wofür ihnen unser größter Dank und Respekt gebührt. Auch der ASBÖ war mit vollem Engagement vor Ort und hat überall dort unterstützt, wo Hilfe benötigt wurde. Der unermüdliche Einsatz aller Einsatz- und Hilfskräfte, die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und die große Solidarität haben Schlimmeres verhindert. Darauf bin ich sehr stolz. Diese Krisensituation hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark unsere Gemeinschaft ist.

    Schäden an der öffentlichen Infrastruktur

    Auch unsere städtische Infrastruktur wurde erheblich beschädigt. Das Sportzentrum, der Eislaufplatz sowie die Tennis- und Baseballplätze sind schwer betroffen. Zusätzlich erschwerte das steigende Grundwasser die Aufräumarbeiten. Im Seniorenwohnhaus in der Walther-von-der-Vogelweide-Straße sind ebenfalls große Schäden entstanden. Mehrere Brücken über die Schwechat wurden in Mitleidenschaft gezogen, die Brücken bei der Stadtrandsiedlung und beim Rübenplatz bleiben vorerst gesperrt, alle anderen sind wieder befahrbar.

    Schwechatau bleibt voraussichtlich bis Ende November gesperrt

    Die Schwechatau wurde durch umgestürzte und entwurzelte Bäume stark beschädigt und zu einem „befristeten forstlichen Sperrgebiet“ erklärt. Die Sperre gilt voraussichtlich bis Ende November, da der Boden weiterhin stark durchweicht ist, die Wurzeln Fäulnis entwickeln können und eine hohe Gefahr von Baum- und Astbrüchen besteht. Ich bitte Sie eindringlich, das Betretungsverbot zu beachten und in allen bewaldeten Gebieten besonders achtsam zu sein. Auch einige Spielplätze, die vom Hochwasser betroffen waren, bleiben noch geschlossen, bis die Sicherheit der Spielgeräte vollständig geprüft wurde. Die Sicherheit unserer Kinder hat hier oberste Priorität.

    Dank an Bauhof und Stadtgärtnerei

    Auch nach dem Rückgang der Pegelstände war der Einsatz unserer Teams noch lange nicht vorbei. Ein besonderer Dank geht an das Team vom Bauhof und die Stadtgärtnerei, die in den Tagen danach unglaubliche Arbeit geleistet haben. Sie haben Parks und Bäume gesichert, Sportanlagen und das Seniorenwohnhaus von Schlamm befreit und überflutete Keller im Senior:innenwohnhaus entrümpelt. Abgefallene Äste und Unrat wurden beseitigt, und Spielplätze, der Stadtpark sowie der Schlosspark wurden zügig wieder begehbar gemacht. Euer Einsatz und euer Engagement sind unbezahlbar – herzlichen Dank!

    Sperrmüll nur im Notfall entsorgen

    Ein weiterer Bereich, der stark betroffen ist, ist die Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr. Der Abfallverbund Baden bittet deshalb, in den kommenden Wochen nur unbedingt notwendigen Sperrmüll zu entsorgen und diesen sorgfältig zu trennen. Für Hochwasserbetroffene haben wir den Zugang zum Bauhof auf jeden Tag erweitert, damit sie ihren Sperrmüll dort ablagern können.

    Großer Zusammenhalt und Dankbarkeit in der Bevölkerung
    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch wenn die Lage ernst ist, können wir stolz auf die unglaublichen Leistungen aller Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer:innen sein, darunter das Team vom FC Tribuswinkel, Grasshoppers, ASKÖ, FCM Traiskirchen und viele andere mehr. Die Solidarität in der Bevölkerung war überwältigend: Zahlreiche Gastrobetriebe und Privatpersonen haben unsere Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken unterstützt. Mir ist bewusst, dass viele von Ihnen durch das Hochwasser auch finanziell hart getroffen wurden. Auch die städtischen Kosten belaufen sich auf Millionenhöhe. Dennoch bin ich überzeugt, dass wir diese schwierige Zeit gemeinsam bewältigen werden und gestärkt daraus hervorgehen.