GP: Du bist unter anderem für das Fördermanagement zuständig. Was genau bedeutet das?
SI: Kurz gesagt: Ich schaue, welche Fördermöglichkeiten es für Projekte der Stadt gibt, und begleite die Abteilungen bei den Einreichungen. Die Themen sind ganz unterschiedlich – von Klimaschutz und Infrastruktur über Bildung und Kultur bis hin zu sozialen Projekten. Oft beginnt es tatsächlich mit der Frage: „Gibt es dafür eine Förderung?“ Dann heißt es recherchieren, Anford-erungen prüfen und gemeinsam die Einreichung vorbereiten.
GP: Muss man dafür ein bisschen „Förderdetektiv“ sein?
SI: Auf jeden Fall! Man muss gerne recherchieren und sich immer wieder in neue Themen einarbeiten. Wenn dann eine positive Förderzusage kommt, ist das natürlich ein schöner Moment. Ein aktuelles Beispiel ist die Stadtgeschichte-Ausstellung im Museum für 2027, für die wir bereits eine Förderzusage des Landes Niederösterreich erhalten haben.
GP: Ein weiterer Schwerpunkt ist das Kinderschutzkonzept der Stadt. Was steckt dahinter?
SI: Kinder und Jugendliche begegnen der Stadt in vielen Bereichen des Alltags: bei Veranstaltungen, bei Besuchen im Rathaus oder in unseren Einrichtungen, wie beispielsweise das KALO!. Deshalb tragen auch wir Verantwortung dafür, dass sie sich sicher und wohl fühlen. Wir schaffen damit stadtweit einheit-liche Standards für den Schutz von Kindern und Jugendlichen.
GP: Was ist das Besondere am Kinderschutzkonzept der Stadt?
SI: Uns sind derzeit keine anderen Städte oder Gemeinden bekannt, die Kinderschutz so umfassend über alle Einrichtungen hinweg verankern. Damit gehen wir als Stadt neue Wege – mit dem Ziel, Kinderschutzstadt Traiskirchen zu werden.
GP: Das Konzept wird für mehrere Einrichtungen entwickelt?
SI: Ja. Neben dem Rathaus entstehen auch Konzepte für Einrichtungen wie das „aqua splash“, das KALO!, das Museum, die Krabbelstube, die Stadtbibliothek oder den Eislaufplatz, wo es jeweils eigene Kinderschutzbeauftragte gibt.
GP: Du bist selbst Kinderschutz-beauftragte des Rathauses. Was bedeutet das konkret?
SI: Ich bin erste Ansprechperson für Kolleg:innen bei Fragen oder Verdachtsfällen. Ich kümmere mich bei Hinweisen und Beschwerden um Lösungen, organisiere Schulungen und stehe im Austausch mit Fachstellen und dem Kinderschutz-Team. Wichtig ist mir, dass niemand mit einer schwierigen Situation alleine bleibt.
GP: Vielen Dank für das Gespräch.